Das menschliche Genom besitzt ungefähr drei Milliarden Basenpaare, die den einfachen Chromosomensatz einer Zelle darstellt, der die Erbmasse bildet. Die Chromosomen sind also sehr komplex. Der Mensch besitzt ca. 80000 bis 140000 codierende Gene auf einem Chromosom. Codierende Gene und auch nicht codierende Gene bilden den Genotyp, wobei erstere den Phänotyp, also das Aussehen beeinflussen. Jedes Gen kann zwei mögliche Ausprägungen haben, die man Allele nennt. Agoutis haben immer das erste Gen im Gencode als AA. Allerdings gibt es auch noch Saphirträger, bei dem ein Elternteil ein äußerlicher Saphir war oder ein oder beide Saphirträger. Da Saphir auf einem anderen Gen als Agouti liegt, lautet der Gencode beim Saphirträger AA dd (äußerlich agouti) und beim äußerlichen Saphir dd, wobei kein Agoutigen existiert und auch nicht vererbt werden kann.

Ich glaube es würde den Rahmen sprengen, wenn ich alle Genetikgrundsätze hier aufzählen würde. Am besten machen Sie sich vorher mit den mendelschen Gesetzen vertraut, die den Grundstein für meine nächsten Ausführungen legen 🙂

Wie oben erwähnt werden alle dominant vererbten Allele immer groß geschrieben, alle rezessiv (subdominant) vererbten klein.

Mögliche Farbschlagallele für Dsungis sind:

A- agouti (mögliche Gencodes: AA/AA dd), stark ausgeprägte Dreibogenlinie, deutlicher schwarzer Aalstrich, schwarz-dunkelbraune Grundfärbung, Bauch unterhalb der Dreibogenlinie hellgrau, helle Abzeichen an Kehle- und Brustpartie

d- saphir (rezessiv vererbt, es bestehen keine Agoutiallele), Farbmutation, bei der das schwarze Pigment gehemmt wird, sodass es blau-grau erscheint, der Aalstrich ist aufgehellt, Dreibogenlinie bleibt erhalten

Pepe-pearl (dominant vererbt)- Zeichnungsgen (legt sich über die eigentliche Färbung, verhindert, dass sich Pigmente im Haar einlagern). Kreuzt man zwei Pearl-Träger, dann werden die bzw. ein Teil der Jungtiere noch im Mutterleib resorbiert. Diese Verpaarung ist also lethal und nicht empfehlenswert, daher habe ich in der Tabelle Gedankenspiele auch weggelassen. Pearl ist codominant zu agouti, das bedeutet wenn ein Elternteil pearl ist, werden in der Theorie 50% der Jungtiere ebenfalls pearl.

Verpaarung AA (agouti)AA dd (agouti, Saphirträger)dd(saphir)AApepe(agouti-pearl)AA dd pepe(agouti-pearl)dd pepe(saphir-pearl)
AA100% AA (100% agouti)75%AA:25%AA dd (100% agouti)100% AA dd (100% agouti)50% AApepe: 50% AA (50% agouti-pearl :50% agouti)jeweils 25%AApepe: AA dd pepe: AA: AA dd (50% agouti-pearl: 50% agouti)jeweils 25% Adpepe: ddpepe: AA dd: dd (gleicher Anteil agouti-pearl : saphir-pearl: agouti : saphir)
Ad75%AA: 25%AA dd (100% agouti)25% AA: 50% AA dd :25% dd (75% agouti: 25% saphir)50% AA dd: 50% dd (50% agouti: 50% saphir)jeweils 25%AApepe: Adpepe: AA: AA dd (50% agouti-pearl: 50% agouti)gleicher Anteil AApepe: Adpepe: ddpepe: AA: AAdd:dd (33,3% agouti-pearl: 16,6 %saphir-pearl: 33,3% agouti: 16,6 %saphir)25% AA dd pepe: 25%ddpepe: 25%AA dd: 25%dd (gleicher Anteil agouti-pearl : saphir-pearl: agouti : saphir)
dd100% AA dd (100%agouti)50% AA dd: 50% dd (50% agouti: 50% saphir)100% dd (100% saphir)50%AA ddpepe: 50%AA dd (50% agouti-pearl: 50%agouti)jeweils 25% AA ddpepe: ddpepe: AA dd: dd (gleicher Anteil agouti-pearl : saphir-pearl: agouti : saphir)50% ddpepe: 50% dd (50% saphir-pearl: 50% saphir)
AApepe50% AApepe: 50% AA (50% agouti-pearl :50% agouti)25%AApepe: 25% AA ddpepe: 25% AA: 25% AA dd (50% agouti-pearl: 50% agouti)50%AA dd pepe: 50%AA dd (50% agouti-pearl: 50%agouti)lethal lethallethal
Adpepe25%AApepe: 25% AA dd pepe: 25% AA: 25% AA dd (50% agouti-pearl: 50% agouti)gleicher Anteil AApepe: AA ddpepe: ddpepe: AA: Ad:dd (33,3% agouti-pearl: 16,6 %saphir-pearl: 33,3% agouti: 16,6 %saphir)25% AA dd pepe: 25%ddpepe: 25%AA dd: 25%dd (gleicher Anteil agouti-pearl : saphir-pearl: agouti : saphir)lethallethallethal
ddpepe50%AA ddpepe: 50%AA dd (50% agouti-pearl: 50%agouti)25% AA ddpepe: 25%ddpepe: 25%AAdd: 25%dd (gleicher Anteil agouti-pearl : saphir-pearl: agouti : saphir)50% ddpepe: 50% dd (50% saphir-pearl: 50% saphir)lethallethallethal
Hier werden Tiere unabhängig vom Geschlecht miteinander verpaart. Vor den Klammern steht der Genotyp, in den Klammern der Phänotyp, die Prozente geben das errechnete Verhältnis an, was in der Praxis durch Zufälle nicht übereinstimmen muss.

Agoutis ohne Saphirträger (AA) findet man nur noch bei Wildfangnachzuchten, bei Farbzwergen sind sie selten, daher kann man bei diesen fast immer von dem Gencode AA dd ausgehen.

Farbschlag: “agouti” (Wildfarbe, mögliche Gencodes: AA oder AA dd)
Farbschlag: “saphir” (Gencode: dd), Farbmutation
Farbschlag: agouti-pearl (mögliche Gencodes: AApepe oder AA dd pepe), ausgebildeter Aalstrich, leicht schwarz/grau meliertes Fell, besonders dunkle Abzeichen noch im Gesicht und z.T. lateral zum Aalstrich über dem Rücken
Farbschlag: saphir-pearl (Gencode: dd pepe), Allstrich noch erkennbar, sonst fast weißes Tier, keine dunklen Abzeichen am Kopf